Irak : créer malgré tout - Außergewöhnliche verlängerung

Irak : créer malgré tout - Außergewöhnliche verlängerung

Vom 21 april bis zum 18 july
  • Irak : créer malgré tout - Außergewöhnliche verlängerung
 
REISE INS HERZ DES IRAK

Angesehene Bildhauer, berühmte Kalligraphen…: Die Ausstellung bietet ein Panorama des zeitgenössischen irakischen Schaffens und seiner bemerkenswertesten Künstler. Sie bringt durch unterschiedliche Kunstrichtungen (Zeichnungen, Gravuren, …) die Originalität der Arbeiten der Künstler zur Geltung, ungeachtet ihrer schwierigen Realität.

Beginnend mit historischen Fotografien von Lateef al-Ani, über Traumwelten, als Refugium der Unschuld und der Poesie (das Gemälde von Yusra al-Abadi) und dem Chaos (vom Maler Mahmood illustriert) „kann Kunst eine Form des inneren Widerstandes sein“. Philippe Brunella, der Direktor des Museums De La Cour D´or, ermöglicht einen Blick auf die Erhaltung des Kulturguts und erinnert an die führende Rolle der Verbreitung von Kunstwerken. Er erklärt die Verbundenheit der irakische Künstler mit ihrem Ausdruck, gegen den Widerstand der extremistischen Ideen, die jede Art von Kunst bekämpfen. „Wie sollte man schließlich nicht an die Zerstörung des kulturellen Erbes im Irak und in Syrien erinnern?“ Der Besucher wird mit Sicherheit Vergleiche zwischen dem Projekt und den schwierigen Momenten der Metzer Geschichte und auch anderer betroffenen Regionen ziehen.
 


Das Licht und das Leben

Dieses Vorhaben hat eine einzigartige Bedeutung für die Künstler und die diplomatischen Behörden in Bagdad. Die Botschaften des Irak und von Frankreich haben das Vorhaben aktiv unterstützt und haben irakische Kunstwerke unter Überwindung vieler Schwierigkeiten außer Landes geschafft.

Kassim Sabti, Präsident der irakischen Vereinigung bildender Künstler bestätigt: „Unsere Anwesenheit hier in Frankreich, einem Hort der Kunst, ist unsere Art, den Mut der Franzosen im Kampf gegen den Terrorismus anzuerkennen, die Opfer zu ehren und unsere tiefempfundene Solidarität mit Frankreich zu bekunden. Dieses Land ist für uns und für die ganze Welt ein Symbol für Freiheit, Licht, Liebe und Leben.“ Wenn man diese Worte von Kassim Sabti liest, wird einem bewusst, welche Chance darin liegt, diese Ausstellung in unserer Region empfangen zu dürfen. Werke von Künstlern kennenlernen zu können, die sich glücklich schätzen, noch am Leben zu sein.
 
Die Herausforderungen dieser Ausstellung für die irakischen Künstler werden von Qasim Sabti, Präsident der irakischen Vereinigung bildender Künstler, in seinem Vorwort zu dieser Ausstellung verdeutlicht: :
 
« Vor zwei Jahren haben wir begonnen diese Ausstellung, die farbenreich ist aber viele Fragen aufwirft, vorzubereiten. Wie ist es Menschen die mitten in der Hölle leben möglich, Kunstwerke zu schaffen? Woher nehmen sie die Kraft, ihren künstlerischen Weg weiter zu beschreiten? Ist es den Malern, Bildhauern oder Keramikern möglich, ihr Talent auszudrücken, obwohl sie von den täglichen, blutigen Dramen umgeben sind? Offen gesagt, sie haben Glück noch am Leben zu sein! Es gibt Menschen in Bagdad, die behaupten wir wären im Vergleich mit der hochentwickelten Welt rückständig. Sie sagen unsere Stile entstammten der Vergangenheit, wir wären längst überholt und hätten mit der Entwicklung der Kunst nicht Schritt gehalten. Seit einem Vierteljahrhundert wird unser Land bereits von der Kriegsmaschinerie, den Sanktionen und dem Embargo auf den Kopf gestellt. Die Infrastruktur wurde zerstört und soziale Strukturen wurden aufgebrochen. Heutzutage muss die große und sehr alte irakische Zivilisation feststellen, dass für einige religiöse Gruppierungen Kunst eine Sünde ist! Was für ein Paradoxon! Wir bemühen uns sehr das einzige uns verbleibende Fenster, das der Kunst und ihre Ausstellungen, offen zu halten. Doch immer, wenn wir eine Ausstellung in Bagdad organisieren, gehen wir ein enormes Risiko ein, nämlich einen Terroristen zwischen den Besuchern zu haben. Es ist für uns jedes Mal ein Alptraum. Unsere Anwesenheit heute hier in Metz in Frankreich, einem Hort der Kunst, ist unsere Art, den Mut der Franzosen im Kampf gegen den Terrorismus anzuerkennen, die Opfer zu ehren und unsere tiefempfundene Solidarität mit Frankreich zu bekunden. Dieses Land ist für uns und für die ganze Welt ein Symbol für Freiheit, Licht, Liebe und Leben.“
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